Toxisches Kontaktekzem

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Toxisches Kontaktekzem (toxische Kontaktdermatitis): Durch direkten intensiven Hautkontakt mit einem toxischen (d. h. aggressiven, giftigen) Stoff verursachte Hautschäden, meist an Händen und Unterarmen. Typischerweise ist das Ekzem auf die Hautstellen begrenzt, die mit dem Schadstoff in Berührung kamen. Auch wenn der Kontakt zu dem Auslöser unterbunden ist, dauert es oft Monate oder sogar Jahre, bis sich die geschädigte Haut erholt und ihre normale Schutzfunktion wiedererlangt hat.


Inhaltsverzeichnis

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Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn


Die Erkrankung

Das akute toxische Kontaktekzem wird durch Hautkontakt mit einem aggressiven Stoff wie z. B. Chemikalien (Säuren, Laugen) oder durch physikalische Einflüsse wie Strahlen ausgelöst. Streng genommen ist auch der durch UV-Strahlen ausgelöste Sonnenbrand ( Sonnenbrand und Sonnenallergie ) ein toxisches Kontaktekzem. Im Gegensatz zumallergischen Kontaktekzem Kontaktallergie ( Kontaktallergie ) entwickeln bei diesen toxischen Substanzen die meisten Menschen einen Hautschaden und nicht nur Allergiker.

Das chronisch-toxische Kontaktekzem (Abnutzungsekzem, Entfettungsekzem) entsteht durch ständigen Kontakt mit eigentlich harmlosen Stoffen, z. B. Wasser, Seifen, Reinigungs-, Desinfektions- oder Lösungsmitteln. Diese entfetten die Haut und zerstören dieHautbarriere ( Aufbau und Funktionender Haut ). Mit der Zeit kann sich ein Ekzem entwickeln. Typisch dafür ist eine extrem trockene und verdickte Haut, die schuppt, Risse bildet und juckt. Da solche Ekzeme bei Menschen verbreitet sind, die viel im Haushalt arbeiten, spricht der Volksmund auch vom Hausfrauen- oder Putzfrauenekzem. Ein chronisch-toxisches Kontaktekzem erhöht die Gefahr, anKontaktallergien ( Kontaktallergie ) zu erkranken, weil Allergene leicht in die Haut eindringen können. Die Folge ist ein häufig schwer behandelbares Mischekzem.


Das macht der Arzt

Die Diagnose stellt der Hautarzt anhand der typischen Hautveränderungen und durch Befragen des Patienten nach möglichen hautschädigenden Einflüssen. Gegebenenfalls folgen Allergietests ( Der Weg zur Diagnosein der Dermatologie ), um eine Kontaktallergie auszuschließen.

Die Therapie der Wahl ist das Eincremen der betroffenen Hautareale mit kortisonhaltigen Salben – bei nässendem Ausschlag eher mit wasserreicher O/W-Emulsion (z. B.Dermatop® Creme mit Prednicarbat ), bei trockenem Ausschlag mit fettreicheren Kortisonpräparaten.


Selbstbehandlungund Vorsorge

Der wichtigste Aspekt bei der Behandlung und Vorbeugung eines toxischen Kontaktekzems besteht darin, den Auslöser zu meiden. Ist dies nicht möglich, steht der Schutz der Haut im Vordergrund. Diesem Ziel dient z. B. das Tragen von Schutzhandschuhen oder das Eincremen mit speziellen Hautschutzsalben. Um die gestörte Barrierefunktion wiederherzustellen, benötigt die gestresste Haut intensive Pflegemaßnahmen, wie sie beimallergischen Kontaktekzem Kontaktallergie ( Kontaktallergie )beschrieben sind.


Komplementärmedizin

Die naturheilkundliche Therapie entspricht bei akuten Formen den Maßnahmen beimallergischen Kontaktekzem Kontaktallergie ( Kontaktallergie ). Für chronische Verlaufsformen empfiehlt sich im Wesentlichen die gleiche Behandlung wie beiNeurodermitis.

Hydrotherapie und Pflanzenheilkunde Kneippsche Güsse, Wechselbäder ( [[Wasser, Bäder und Inhalationen]] ) sowie Umschläge mit Arnika oder Kamille erwiesen sich als besonders wirksam.

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