Thrombangiitis obliterans

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Thrombangiitis obliterans (Buerger-Syndrom, Endangiitis obliterans, Morbus Winiwarter-Buerger): Schubweise verlaufende örtliche Entzündung der mittleren und kleinen Arterien und Venen der Extremitäten. Betroffen sind meist Männer unter 40, zu 98 % starke Raucher.


Die Erkrankung

Die Entzündung beschränkt sich streng auf einzelne Arterienabschnitte und verursacht dort Blutgerinnsel, die das Gefäß komplett verschließen. Als Ursache wird eine Immunreaktion aufgrund einer erblichen Vorbelastung diskutiert, die durch im Tabak enthaltene Fremdstoffe (Antigene) ausgelöst wird. Auffällig sind die regionalen Unterschiede: In Europa haben bis zu 5 %, in Japan etwa 30 % der Patienten mitperipherer arterieller Verschlusskrankheit ( Periphere arterielle Verschlusskrankheit ) eine Thrombangiitis obliterans.

Betroffen sind die Blutgefäße an Händen und Füßen, innere Organe werden nicht befallen. Da die Erkrankung auf Arme und Beine beschränkt bleibt, führt sie nicht zum Tode, aber es werden häufig Amputationen erforderlich.

Die rasch entstehenden Durchblutungsstörungen verursachen bereits nach kurzer Zeit Ruheschmerzen, die betroffene Extremität wird kühl, verfärbt sich bläulich und weist oft schon nach Monaten Gewebeschäden auf. Zusätzlich entwickeln sich oft oberflächliche Venenentzündungen. Das rasche Auftreten der Beschwerden unterscheidet diese Erkrankung von der langsam entstehenden peripheren arteriellen Verschlusskrankheit.


Das macht der Arzt

Erkennbar werden die typischen abschnittsweisen Gefäßverschlüsse in derFarbduplexsonografie( Diagnoseverfahren für Herz- und Gefäßerkrankungen ), derMR-Angiografie ( Diagnoseverfahren für Herz- und Gefäßerkrankungen ) oder der digitalen Subtraktionsangiografie ( Diagnoseverfahren für Herz- und Gefäßerkrankungen ).

Mit dem Rauchen sofort und komplett aufzuhören ist die einzige wirksame Maßnahme, die die Erkrankung zum Stillstand bringen kann. Daneben wird die Durchblutung der Extremitäten medikamentös, überwiegend durch Prostaglandin-Infusionen (Prostaglandin E1 , Iloprost ) oder durch das operative Ausschalten gefäßverengender Nervenbahnen unterstützt. Gefäßchirurgische Maßnahmen oder Eingriffe mit demBallonkatheter ( Koronare Herzkrankheit und stabile Angina pectoris ) können die Durchblutung in der Regel nicht anhaltend verbessern.

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