Ganglien

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Ganglien (Einzahl: Ganglion, Überbein): Mit gallertartiger Flüssigkeit gefüllte, unter der Haut gelegene Hohlräume, die mit benachbarten Gelenken, Knorpelscheiben (Menisken) oder Sehnen(-scheiden) verbunden sind. Von der harmlosen Erkrankung sind überwiegend Frauen zwischen 20 und 30 Jahren betroffen. Bilden sich Ganglien nicht spontan zurück, lassen sie sich problemlos mit einem kleinen Eingriff entfernen.


Inhaltsverzeichnis

Leitbeschwerden


Wann zum Arzt

Bei Gelegenheit, wenn ein Ganglion über mehrere Monate Beschwerden verursacht oder kosmetisch stört.


Die Erkrankung

Als Krankheitsursache werden überlastungsbedingte Reizzustände angenommen, die an der betreffenden Stelle die Gelenkkapsel oder Sehnenscheide schwächen und zu einer überschießenden Produktion von Gelenkschmiere führen. Diese bricht schließlich in das umliegende Weichteilgewebe ein und bildet dort einen flüssigkeitsgefüllten, meist in mehrere Kammern unterteilten Hohlraum. 30–50 % der Ganglien bilden sich innerhalb einiger Wochen oder Monate von selbst zurück.

Wenn ein länger bestehendes Ganglion Beschwerden verursacht oder aufgrund seiner Größe stört, lässt es sich mit einer ambulanten Operation entfernen. Das Risiko von Rückfällen liegt bei 5-10 %.

Alternativ empfehlen manche Ärzte als erste Behandlungsmaßnahme, das Ganglion mit einer Hohlnadel anzustechen und den Inhalt abzusaugen. Bei einem Rückfall, der in 30 % der Fälle zu erwarten ist, lässt sich eine dauerhafte Heilung manchmal noch durch Einspritzen von Kortisonpräparaten erreichen. Nach dem dritten bis vierten Rückfall ist jedoch in jedem Fall eine Operation erforderlich.


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