Ellenhakenbruch

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Ellenhakenbruch (Olekranonfraktur): Bruchverletzung des Ellenhakens. Ursache ist meist ein Sturz nach hinten oder zur Seite mit direktem Aufprall auf den angewinkelten Ellenbogen. Die Verletzung verlangt in der Regel eine operative Therapie. Die Prognose ist gut; bei verbleibenden Fehlstellungen der Gelenkfläche zwischen Ellenhaken und Oberarmknochen entsteht jedoch manchmal langfristig eine Arthrose des Ellenbogengelenks.


Inhaltsverzeichnis

Leitbeschwerden


Wann zum Arzt

Noch am selben Tag, wenn nach einem Sturz die oben genannten Beschwerden auftreten

Die Erkrankung

Beim Sturz auf den gebeugten Ellenbogen, mit dem der Fallende sich abzufangen versucht, kommt es nicht selten zu einer Verletzung des – exponiert gelegenen – Ellenhakens (Olecranon ulnae), der die Ellenbogenspitze bildet. Der Bruch ist meist instabil, weil am Ellenhaken die untere Sehne des Trizepsmuskels (dreiköpfiger Oberarmmuskel) ansetzt, der normalerweise beim Zusammenziehen den Ellenbogen streckt. Wenn der Ellenhaken gebrochen ist, zieht der Muskelzug das Bruchstück von der übrigen Elle weg und bringt damit den Bruchspalt zum Klaffen.


Das macht der Arzt

Beim Abtasten des Ellenbogens findet der Arzt den Hauptschmerzpunkt direkt über dem Ellenhaken. Röntgenaufnahmen sichern die Diagnose. Wegen der Instabilität des Bruchs erfordert die Verletzung fast immer eine Operation. Die am häufigsten verwendete Operationsmethode ist die Zuggurtung mit kleinen Drahtnägeln und einer Drahtschlaufe. Eine anschließende Ruhigstellung in einer Oberarm(gips-)schiene empfiehlt sich allenfalls bis zur Heilung der Wunde. Schon nach einigen Tagen beginnen Bewegungsübungen, um die Beweglichkeit im Gelenk zu erhalten. Das eingebrachte Metall verbleibt 6–12 Monate im Körper.

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