Der Weg zur Diagnose in der Dermatologie

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Sicht- und tastbare Hautveränderungen. In der Dermatologie werden viele Erkrankungen aufgrund ihrer typischen Hautveränderungen durch Blickdiagnose festgestellt. Weitere Hinweise erhält der Arzt durch Abtasten (Palpation) der betroffenen Hautareale, durch Zuhilfenahme von Lupe oder Mikroskop sowie durch den Geruch von Hautabsonderungen und Wunden. Übel riechende Wunden deuten oft auf eine bakterielle Infektion hin.

Zur Dokumentation und Verlaufskontrolle ist es oft sinnvoll, Hautveränderungen neben einem Lineal zu fotografieren. Auf diese Weise lassen sich allmähliche Größen- oder Formveränderungen zuverlässig feststellen.

In der Tabelle sind die wichtigsten Hautveränderungen dargestellt. Weitere sichtbare& und tastbare Hautveränderungen sind die Atrophie, bei der sich die Haut zurückbildet und dünner wird (typischerweise im Alter), die Lichenifikation, bei der sich die Hautfelderung vergröbert und die Haut verdickt, z. B. als Folge des Kratzens bei28k08

Hautveränderungen (Effloreszenzen)

Fleck (Makula, Macula): Örtlich begrenzte Verfärbung ohne Vorwölbung oder Schwellung, die durch Einlagerung von gefärbten Bestandteilen hervorgerufen wird, z. B.Leberfleck ( Muttermal ).

Knötchen (Papel, Papula): Größere Vorwölbung, durch geschwulstartige Veränderungen oder Ansammlung von Entzündungszellen hervorgerufen, z. B. Rheumaknoten ( Rheumatoide Arthritis ) oder Tumorknoten.

Bläschen und Blase (Vesicula): Örtlich begrenzter, erhabener Bereich, gebildet durch einen mit klarer Flüssigkeit oder Blut gefüllten Hohlraum, z. B.

Kontaktallergie

Schuppe (Squama): Auflagerungen sichablösender Hornzellen (z. B.
Tritt eine Blase in einer tieferen Hautschicht durch Flüssigkeitsansammlungen auf, z. B. bei Nesselsucht oder Insektenstichen, spricht der Arzt von Quaddel (Urtika,Urtica).

Zyste: Ein von einer Kapsel ausgekleideter Hohlraum mit Flüssigkeitsansammlung , z. B.Grützbeutel.

Kruste (Borke, Crusta): An der Hautoberfläche eingetrocknetes Sekret, ausgetreten aus einer Wunde, einem Bläschen oder einem Einriss, z. B. Lippenherpes ( Herpes ).Einriss (Schrunde, Fissur, Rhagade): Spaltförmiger Einriss durch Dehnung unelastischer, ausgetrockneter Haut, z. B. beimtoxischen Kontaktekzem ( Toxisches Kontaktekzem )

Geschwür (Ulkus, Ulcus):

Gewebeverlust, der bis in die Unterhaut reichen kann,verbunden mit Entzündungen und schlechter Heilungstendenz, z. B. einoffenes Bein Ulcus cruris ( Chronisch venöse Insuffizienz undoffenes Bein ).

Juckreiz. Für den Hautarzt ist das Vorhandensein oder Fehlen von Juckreiz (Pruritus) ein wichtiger Hinweis, mehr hierzu im . Hält dieser Zustand länger als 3 Monate an, spricht man von chronischem Juckreiz. Er ist eine charakteristische Begleiterscheinung vieler Hautveränderungen, z. B. Altershaut ( Aufbau und Funktionender Haut ) oder Hautkrankheiten, z. B.Neurodermitis ( Neurodermitis ) oder Kontaktekzem ( Kontaktallergie ). Juckreiz kann jedoch auch durch innere Krankheiten wie z. B. Diabetes ( Diabetes mellitus ), Lebererkrankungen ( Gelbsucht ) oderNierenversagen( Akutes Nierenversagen ) ausgelöst werden, außerdem durch Allergene (z. B. Nüsse, Südfrüchte, Arzneimittel), Stress oder Ängste. In 50 % der Fälle findet sich keine eindeutige Ursache.


Weitere diagnostische Verfahren

Seit Mitte 2008 übernehmen die Kassen alle 2 Jahre für ihre Versicherten ab 35 die Kosten des Hautkrebs-Screenings (Hautkrebs-Vorsorge). Die Untersuchung ist möglich bei allen zugelassenen Fachärzten für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Hausärzten. Sie besteht aus körperlichen Untersuchungen einschließlich Auflichtmikroskopie (besondern auch der Rückenpartien), der Bestimmung des Hauttyps, der Dokumentation sowie Beratung.

Eine Hautbiopsie ( Gewebeprobeentnahme ( Invasive Diagnostik ) der Haut) wird erforderlich, wenn Zellen histologisch untersucht werden sollen, z. B. um bei einer Hautveränderung einen Tumor auszuschließen. Die Biopsie spielt auch eine wichtige Rolle bei der Diagnosesicherung der Schuppenflechte ( Psoriasis ( Schuppenflechte )). Der Hautarzt entnimmt das Gewebe unter örtlicher Betäubung mithilfe einer speziellen Stanze oder eines Skalpells.

Weniger intensiv ist derHautabstrich zum Nachweis von Krankheitserregern wie Pilzen und Bakterien. Dabei trägt der Hautarzt mit einem Bürstchen, Watteträger oder Spatel einige Hautzellen oder etwas Sekret ab.


Dermatologische Allergiediagnostik

In der Tabelle sind die wichtigsten Hautveränderungen dargestellt. Weitere sichtbare& und tastbare Hautveränderungen sind die Atrophie, bei der sich die Haut zurückbildet und dünner wird (typischerweise im Alter), die Lichenifikation, bei der sich die Hautfelderung vergröbert und die Haut verdickt, z. B. als Folge des Kratzens bei28k08

Hautveränderungen (Effloreszenzen)

Fleck (Makula, Macula): Örtlich begrenzte Verfärbung ohne Vorwölbung oder Schwellung, die durch Einlagerung von gefärbten Bestandteilen hervorgerufen wird, z. B.Leberfleck ( Muttermal ).

Knötchen (Papel, Papula): Größere Vorwölbung, durch geschwulstartige Veränderungen oder Ansammlung von Entzündungszellen hervorgerufen, z. B. Rheumaknoten ( Rheumatoide Arthritis ) oder Tumorknoten.

Bläschen und Blase (Vesicula): Örtlich begrenzter, erhabener Bereich, gebildet durch einen mit klarer Flüssigkeit oder Blut gefüllten Hohlraum, z. B.

Kontaktallergie

Schuppe (Squama): Auflagerungen sichablösender Hornzellen (z. B.
Tritt eine Blase in einer tieferen Hautschicht durch Flüssigkeitsansammlungen auf, z. B. bei Nesselsucht oder Insektenstichen, spricht der Arzt von Quaddel (Urtika,Urtica).

Zyste: Ein von einer Kapsel ausgekleideter Hohlraum mit Flüssigkeitsansammlung , z. B.Grützbeutel.

Kruste (Borke, Crusta): An der Hautoberfläche eingetrocknetes Sekret, ausgetreten aus einer Wunde, einem Bläschen oder einem Einriss, z. B. Lippenherpes ( Herpes ).Einriss (Schrunde, Fissur, Rhagade): Spaltförmiger Einriss durch Dehnung unelastischer, ausgetrockneter Haut, z. B. beimtoxischen Kontaktekzem ( Toxisches Kontaktekzem )

Geschwür (Ulkus, Ulcus):

Gewebeverlust, der bis in die Unterhaut reichen kann,verbunden mit Entzündungen und schlechter Heilungstendenz, z. B. einoffenes Bein Ulcus cruris ( Chronisch venöse Insuffizienz undoffenes Bein ).

Epikutantest. Beim Epikutantest (Läppchentest, Patch-Test) werden Pflaster mit Allergenen auf den Rücken oder Oberarm geklebt, wo sie 24–48 Stunden bleiben. In dieser Zeit darf die Haut nicht mit Feuchtigkeit oder UV-Strahlung in Berührung kommen. Nach 48 Stunden erfolgt die erste Ablesung, nach 72 Stunden die zweite. Je nach getesteter Substanz können weitere Ablesungen auch noch nach mehreren Tagen erforderlich sein. Der Epikutantest eignet sich besonders zum Nachweis von Kontaktallergien ( Kontaktallergie ). Für die häufigsten Allergene bestimmter Berufsgruppen wie Friseure oder Metallarbeiter gibt es spezielle Testreihen.

Provokationstest. Einige Patienten reagieren in Hauttests auf Allergene, die ihnen im Alltag keine Beschwerden bereiten. Um zu klären, ob der Körper das Allergen nur erkennt oder ob ein Organ tatsächlich darauf reagiert, dient der Provokationstest: Verdächtige Nahrungsmittel lassen sich über orale Provokationstests oder mithilfe einer Ernährungsumstellung austesten. Eine anfängliche Eliminationsdiät ( Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien ), bei der nur erfahrungsgemäß gut verträgliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln und Reis erlaubt sind, schafft die Basis für eine anschließendeSuchdiät ( Nahrungsmittelunverträglichkeiten und -allergien ). In deren Verlauf werden Tag für Tag neue Lebensmittelgruppen hinzugenommen, die bei bestehender Allergie zu Reaktionen wie Juckreiz oder Hautausschlägen führen.

Bluttests. Die Untersuchung des Bluts ergänzt die dermatologische Diagnostik. Mit dem RAST (Radio-Allergo-Sorbent-Test) werden beispielsweise spezifische Antikörper, IgE Immunglobulin E, ( Allergien )Laborwerte ( Immunglobuline ), im Blut nachgewiesen, die einen Rückschluss darauf zulassen, gegen welche Allergene das Immunsystem sensibilisiert ist. Die Ergebnisse stimmen nicht immer zu 100 % mit denen der Hauttests überein. Zudem bedeutet auch ein hoher IgE-Spiegel nicht unbedingt, dass der Organismus bei Kontakt mit dem entsprechenden Antigen auch tatsächlich allergisch reagiert. Wegen dieser Unsicherheiten, aber auch wegen des hohen technischen und finanziellen Aufwands wird der RAST meist nur als ergänzende Untersuchungsmethode eingesetzt.

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