Please update your Flash-Player!

Häufigkeit: Ziemlich selten Der zuständige Arzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt im Durchschnitt mindestens einmal im Monat einen von der entsprechenden Krankheit Betroffenen. Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von >0,1% (1:1000) und bei akuten Erkrankungen eine Häufigkeit von >0,2% (1:500) einmal im Leben.

Beispiele:
Zahl der Erkrankungen an Eierstockkrebs, Leukämie oder Hirnhautentzündung (Meningitis).

Aszites

Aszites (Bauchwassersucht): Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle. Der Aszites ist meist das Zeichen für eine fortgeschrittene Erkrankung, vorwiegend der Leber, mit schlechter Prognose. Die Flüssigkeitsmenge des angesammelten Wassers kann enorm sein und weit über zehn Liter betragen. Der Patient bemerkt als erstes eine Zunahme des Bauchumfangs; Hose und Gürtel passen nicht mehr. Der Bauch wölbt sich mehr und mehr vor, oft flacht gleichzeitig die Vertiefung des Bauchnabels ab; gelegentlich kommt es zu einem Nabelbruch.

Ursachen können eine Leberzirrhose, aber auch bösartige Tumoren, Metastasen am Bauchfell (Peritonealkarzinose), Entzündungen im Bauchraum, eine Rechtsherzinsuffizienz oder Thrombosen der Milzvene, Pfortader und Lebervenen sein. Bei der Leberzirrhose wird die Flüssigkeitsansammlung in der Bauchhöhle durch einen Anstieg des Drucks in der Pfortader verursacht, der wiederum dadurch zustande kommt, dass die bindegewebig umgewandelte Leber dem Durchfluss des Pfortaderblutes einen immer höheren Widerstand entgegensetzt. Bei bösartigen Tumoren „schwitzen“ diese entweder selbst Wasser in den Bauchraum oder aber die Blutzusammensetzung verändert sich so, dass das im Blut enthaltene Wasser nicht mehr gespeichert werden kann und deshalb Wasser in die Bauchhöhle abgegeben wird.

Das macht der Arzt

Diagnosesicherung. Einfach und sicher lässt sich die Diagnose eines Aszites mithilfe eines Bauchultraschalls stellen.

Therapie. Die wichtigste Behandlungsmaßnahme besteht in der Therapie der zugrunde liegenden Krankheit, z.B. das Fortschreiten der Leberzirrhose zu verzögeren, einen Tumor operativ zu entfernen oder verkleinern. Um die Symptome durch Ausschwemmen der Flüssigkeitsansammlung zu lindern, wird der Arzt zusätzlich harntreibende Mittel (Diuretika) verordnen. Da in vielen Fällen diese Behandlung nicht erfolgreich ist, wird der Arzt in einer Aszitespunktion Flüssigkeit mit einer Kanüle abziehen. Pro Punktion werden so 0,5–1,5 Liter entfernt, was der Patient sofort als Erleichterung wahrnimmt: z.B. Rückgang von Schmerzen durch Abnahme der Bauchspannung, Besserung der Luftnot. Durch die verminderte Eiweißproduktion der Leber ist das Blut dünnflüssig. Das führt dazu, dass der Aszites ohne weitere Maßnahmen innerhalb kurzer Zeit wieder „nachläuft“.

Bei weiter bestehendem Aszites wird der Arzt deshalb einen portosystemischen Shunt erwägen, um den Aszites zu verringern.

Dr. med. Arne Schäffler, erstellt am Mar 4, 2008, letzte Änderung am Jul 14, 2010
© Gesundheit heute, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH

Kommentare

Es existieren noch keine Kommentare

Ihre Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu diesem Artikel sind uns sehr wichtig!

Sagen Sie uns Ihre Meinung und schreiben Sie einen wertvollen Kommentar zu diesem Thema.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben!