Please update your Flash-Player!

Häufigkeit: Ziemlich selten Der zuständige Arzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt im Durchschnitt mindestens einmal im Monat einen von der entsprechenden Krankheit Betroffenen. Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von >0,1% (1:1000) und bei akuten Erkrankungen eine Häufigkeit von >0,2% (1:500) einmal im Leben.

Beispiele:
Zahl der Erkrankungen an Eierstockkrebs, Leukämie oder Hirnhautentzündung (Meningitis).

Regenbogenhaut-Entzündung

Regenbogenhaut-Entzündung (Iritis): Akute oder chronische Entzündung der Iris, häufig als Begleiterkrankung einer allgemeinen oder immunologischen, insbesondere rheumatologischen Erkrankung, seltener durch Infektionen. Die Regenbogenhaut-Entzündung ist meist mit einer Entzündung des Ziliarkörpers (Zyklitis) kombiniert.

Leitbeschwerden

  • Starke Schmerzen mit Verschlimmerung bei Lichteinfall, allgemeine oder örtlich begrenzte Rötung
  • Starker Tränenfluss
  • Eventuell Lidkrampf
  • Häufig Sehverschlechterung.

Wann zum Arzt

Heute noch, wenn die genannten Beschwerden auftreten.

Die Erkrankung

31-jährige Frau mit Regenbogenhautentzündung: die Bindehaut ist gerötet, die Regenbogenhaut wolkig aufgelockert und die Hornhaut getrübt
31-jährige Frau mit Regenbogenhautentzündung bei seit 3 Jahren bestehendem (Morbus Crohn). Die Bindehaut ist gerötet, die Regenbogenhaut wolkig aufgelockert und die Hornhaut getrübt. Nach 2 Wochen lokaler Therapie verheilte der Befund.
[UBE 1439]

Regenbogenhaut (Iris) und Ziliarkörper bilden die vorderen Anteile der Gefäßhaut, die Aderhaut (Chorioidea) den hinteren Anteil. Entzündungen können in allen Teilen auftreten. Je nach Lokalisation spricht der Augenarzt von einer Iritis, Zyklitis oder Chorioiditis. Die Entzündung der Regenbogenhaut mit Beteiligung des Ziliarkörpers (Iridozyklitis) ist die häufigste Form. In 75 % der Fälle verläuft eine Iritis oder eine Iridozyklitis akut, in 25 % kommt es zu einem chronischen Verlauf. Die Entzündung ist oft eine immunologisch ausgelöste Begleitkrankheit einer rheumatischen Erkrankung (z. B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Morbus Reiter) oder Morbus Crohn. Eher seltener sind erregerbedingte Regenbogenhaut-Entzündungen: z. B. bei einer Toxoplasmose, Borreliose oder einer viralen Infektion durch Herpesviren, HIV, Grippeviren. Die Regenbogenhaut ist dabei stark durchblutet. Aus den entzündlich veränderten Gefäßen treten weiße Blutkörperchen, Eiweiße oder Fibrin in die Vorderkammer aus, die die Sehleistung verschlechtern. Bei schweren Verläufen setzt sich Eiter am Boden der Vorderkammer ab. Abgesonderte Zellen und Fibrin verstopfen die Abflusswege des Kammerwassers. Es kommt zu Verklebungen der Regenbogenhaut mit der Hornhaut, dem trabekulären Maschenwerk oder der Pupille (Synechien). Weil dadurch die Kammerwasserzirkulation behindert wird, kann der Augeninnendruck steigen (sekundäres Glaukom). Beim chronischen Verlauf kommt es zu Trübungen der Linse und Schrumpfungen des Augapfels bis hin zur Erblindung.

Das macht der Arzt

Für die Diagnose ist die Untersuchung mit der Spaltlampe ausschlaggebend. Ein Internist wird hinzugezogen, er sucht nach der eigentlichen Ursache. Bis dahin gilt es, die Entzündung lokal durch eine Kortisonbehandlung mit Augentropfen oder eventuell systemisch, ebenfalls durch Kortison, einzudämmen. In schweren Fällen wird die Bindehaut kurzfristig betäubt und ein Kortisondepot unter die Bindehaut gespritzt. Um die Verklebungen zu verhindern, wird die Pupille medikamentös erweitert. Es sind wiederholt Kontrollbesuche beim Augenarzt notwendig, bei denen der Augeninnendruck gemessen und ggf. therapiert wird. Bei einer infektiösen Regenbogenhaut-Entzündung muss die Grunderkrankung sofort antibiotisch oder antiviral behandelt werden.

Selbsthilfe

Es empfehlen sich die gleichen Maßnahmen wie bei der Hornhautentzündung.

Komplementärmedizin

Die Komplementärmedizin spielt bei der Therapie der akuten Regenbogenhaut-Entzündung allenfalls als Begleitmaßnahme eine Rolle.

Akupunktur oder Homöopathie zielen primär auf die Therapie der ursächlichen Erkrankung. Ob sie beispielsweise bei rheumatologischen Erkrankungen wirksam sind, ist fraglich.

Dr. rer. nat. Katharina Munk, erstellt am Mar 4, 2008, letzte Änderung am Jul 16, 2008
© Gesundheit heute, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH


Zurück »Hornhautverätzung

Kommentare

Falls die Uveitis als Begleierscheinung einer rheumatoiden Erkrankung auftritt, welche als Autoimmunerkrankung angesehen wird, sind meist Schwermetalle beteiligt. Diese führen zu Blockaden. Amalgamfüllungen und Zigarettenrauch sind die wichtigsten Quellen von Quecksilber. Amalgamfüllungen müssen ersetzt und das Quecksilber ausgeleitet werden (Vitamin C, Zink, Selen, Chlorella- od. Spirulina über Monate). Dazu basische, tiereiweissarme Ernährung. Daneben spielen Störfelder und Störherde eine wichtige Rolle bei chronischen Krankheiten. Zitat Dr. med. Thomas M. Rau aus "Biologische Medizin, Die Zukunft des natürlichen Heilens" ISBN 978-3-9522918-3-2: Störfelder lösen chronische Krankheiten aus oder verschlimmern sie. Ein Störfeld ist ein unterschwelliger Entzündungsherd, welcher sich am Ort des Herdes nicht bemerkbar macht, aber über das Mesenchym oder via meridiane Signale wirken kann. Diese Fernstörung führt dann zu Fehlreaktionen und Fehlfunktionen am Fernorgan. Dass Störfelder am Ort des Feldes nicht bemerkt werden, gehört zu ihrer Definition. Die von ihnen verursachten Fernstörungen können aber überall im Körper auftreten. Erfahrungsgemäss gibt es häufigere und weniger häufige Typen der Störfelder - und auch des Ausdrucks der Störungen. Die häufigsten Störherde (ca. 80%) sind: -tote (wurzelbehandelte) Zähne -alle Narben -chron. Entzündungen in Tonsillen od. Nasennebenhöhlen -chron. Darmfehlbesiedelungen mit unterschwelliger Reizung der Darmkrypten -bei Frauen alle Unterleibsprobleme od. Vernarbungen nach Geburten Bei chron. Leiden, die sich nicht mit sonstigen Naturheilmetoden heilen lassen, muss immer an Störherde gedacht werden. (Ende Zitat). In der ganzheitlichen-biologischen Medizin hat sich die Isopathie von Sanum-Kehlbeck (nach Prof. Günther Enderlein) als ganz besonders effizient erwiesen. Das Milieu des Körpers entscheidet über Gesundheit oder Krankheit des Menschen. Die wichtigsten Kriterien sind: -keine Uebersäuerung der Matrix (Gewebe, Muskeln, Sehnen, Gelenke) -keine Uebereiweissung (in der Dunkelfeldmikroskopie nachweisbar) -eine gesunde Darmflora und Darmschleimhaut (wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem) -eine optimal arbeitende Leber (keine Schwermetalle, Toxine, Metabolite v. Arzneimitteln) -eine optimale Versorgung mit Mikronährstoffen (Vitaminen, Spurenelementen, Mineralien, essentiellen Aminosäuren, Omega-3-Fettsäuren) -genügend Wasser trinken und sportliche Betätigung Für weitere Fragen sei auf das Buch von Dr. med. Thomas M. Rau verwiesen. Hans-Ueli Knapp, Zürich, 30.12.2009

john7@gmx.ch am Dec 30, 2009 10:38:46 PM

Stellungnahme der Redaktion: Diese Ursachenerklärung repräsentiert die Meinung von Experten aus der Alternativmedizin. Sie ist wissenschaftlich nicht gesichert.

Gesundheit-Heute-Redaktion am Feb 23, 2010 10:54:07 AM

Ihre Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu diesem Artikel sind uns sehr wichtig!

Sagen Sie uns Ihre Meinung und schreiben Sie einen wertvollen Kommentar zu diesem Thema.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben!